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Lesehelfer auf vier Pfoten |
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In den USA bekommen Kinder, die Schwierigkeiten beim Lesenlernen haben, ganz besondere Unterstützung
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Man nennt sie nicht ohne Grund die besten Freunde des Menschen: Hunde helfen Blinden, sich zurecht zu finden, sie retten Verschüttete oder sind einfach der beste Kumpel, den ein Kind sich wünschen kann. Für einige Kinder können sie sogar eine ganz besondere Hilfe sein. Denn Hunde können nicht lesen.
Aber man kann ihnen vorlesen. Das nutzen R.E.A.D. und ähnliche Programme, die inzwischen in fast allen Bundesstaaten der USA zu finden sind. Die "Reading Education Assistance Dogs" tun eigentlich nichts anderes, als neben dem Kind zu liegen und sich vorlesen zu lassen. Dadurch bekommen diejenigen, denen das Lesen nicht leicht fällt, nicht nur einfach mehr Gelegenheit zur Übung. Es hat sich nämlich gezeigt, dass ein menschlicher Zuhörer manchen Kindern das Lernen eher erschwert: Mitschüler, Lehrer oder Eltern beurteilen oft die Leistung, sie verbessern oder werden irgendwann ungeduldig. Hunde tun das nicht, sie sind sozusagen die perfekten Zuhörer. Und für schüchterne Kinder oder langsamere Leser kann das schon den entscheidenden Unterschied machen.
Kathy Klotz vom R.E.A.D.-Programm berichtete CNN.com noch von einem weiteren Vorteil, nämlich Selbstbewußtsein: "Ein Faktor, den wir vorher überhaupt nicht einkalkuliert hatten, stellte sich als sehr wichtig heraus. Die Kinder verhalten sich, als würden sie dem Hund die Geschichte beibringen. Sie werden zum Lehrer, zum Geschichtenerzähler, zu dem, der ausnahmsweise einmal mehr weiß."
Dieser Push für das kindliche Selbstbewußtsein hat sich als außerordentlich hilfreich herausgestellt. "Sie blühen regelrecht auf, wenn sie mehr wissen als der Hund", so Kathy Klotz. Die Kinder wissen natürlich, dass sie dem Hund nicht wirklich etwas beibringen. Aber die Idee, dass sie mehr wissen und dieses Wissen weitergeben können, entfaltet eine starke Wirkung. "Die Kinder sprechen immer mit den Hunden", weiß Klotz. "Wenn zum Beispiel das Kind ein Wort nicht kennt, kennt der Hund es ebenfalls nicht. Und dann sind sie nicht alleine und können das Wort gemeinsam im Wörterbuch nachschlagen."
Und dann sind da noch die wissenschaftlich nachgewiesenen physiologischen Vorteile, die der Umgang mit Hunden bietet. Einen Hund zu streicheln kann Blutdruck und Pulsschlag senken und dabei helfen, Stress abzubauen. Dadurch verlieren die Kinder ihre Nervosität oder die Angst vor dem Lesen. Ältere Kinder und Teenager finden in einem Hund einen unterstützenden Freund, bei dem sie sich von Stress und Gruppendruck erholen können.
In Zahlen lässt sich der Erfolg der neuen Unterstützung nur schwer ausdrücken. Aber wie Kathy Klotz berichtet, lässt sich der Erfolg gut erkennen, wenn man die Schulnoten der beteiligten Kinder mit denen von Kindern vergleicht, die nicht am Programm teilnehmen. Liest ein Kind für etwa 20 Minuten pro Woche einem Hund vor, kann das einen Sprung über mehrere Notenstufen in einem Schuljahr bewirken. Und nicht nur die Lesefähigkeit wird besser: "Sie beteiligen sich häufiger am Unterricht, erledigen zuverlässiger die Hausaufgaben. Sie wollen nichts in der Schule versäumen, weil sie es später dem Hund weitergeben wollen, also gibt es weniger Fehlzeiten. Die positiven Effekte finden sich auf fast allen Gebieten."
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News vom:
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15.11.2009 |
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Kategorie:
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Allgemein
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Quelle:
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CNN.com |
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Autor dieser News:
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Henning Kockerbeck |
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