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Für den Durchbruch des digitalen Buches in
Deutschland fehlten bisher sowohl Lesestoff als auch erschwingliche
Geräte. Eine Kooperation von Sony, Libri.de und Thalia will das nun
ändern. Wenn das Herunterladen der Bücher komfortabler wird, könnte
der Sony Reader das E-Book in Deutschland tatsächlich massentauglich
machen, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 8/09.
Der 300 Euro teure E-Book-Reader PRS-505 von Sony wird in den USA
seit Ende 2007 verkauft. Das Gerät ist nicht größer als ein
Taschenbuch und eignet sich somit zum Lesen in der Bahn, auf dem Sofa
zu Hause oder auf der Parkbank. Ebenso wie bei gedruckten Büchern
benötigt man Tageslicht oder eine Lampe zum Lesen, da die
Displaytechnik ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt.
Das Schriftbild ensteht durch schwarze und weiße Pigmente, die in
Kügelchen per Spannung gesteuert werden. Im Wesentlichen verbraucht
daher nur das Ändern des Bildes Strom. Im Alltagstest reichte der
aufgeladene Akku für über eine Woche und zwei Romane à 500 Seiten.
Texte wirken auf dem Reader wie auf Papier gedruckt, doch man kann
die Schriftgröße verstellen und eine ganze Büchersammlung dabeihaben:
Etwas über 200 MByte Flash-Speicher genügen für mehr als 100 Bücher.
Die E-Books kosten in der Regel genauso viel wie gedruckte Bücher,
einige sind bis zu 20 Prozent günstiger. Zum Verkaufsstart sind
hierzulande jedoch nur 1500 Bücher, mit dem Fokus auf
deutschsprachige Belletristik-Bestseller, bei libri.de und Thalia
erhältlich. Zum Vergleich: In den USA gibt es bei
Amazon für den Kindle-Reader bereits rund 245 000 Bücher. Die Verlage
setzen als Schutz vor der kostenlosen Weitergabe der Bücher auf
"Adept", das System zur digitalen Rechteverwaltung (DRM) von
Adobe. Zum Download benötigt man einen Internet-fähigen PC, denn eine
Mobilfunkverbindung fehlt Sonys Reader.
"Schnell stellt sich das gleiche Lesevergnügen wie auf Papier ein.
Es stört jedoch die umständliche und nicht kundenfreundliche
Download-Prozedur, die Anwender in Kauf nehmen müssen, um
kopiergeschütztes Lesematerial auf ihren Reader zu bringen",
berichtet c't-Redakteur Achim Barczok. "Bleibt zu hoffen, dass
das Angebot in den nächsten Monaten schnell wächst und das System zum
Herunterladen der Bücher komfortabler wird."
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