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Schwule Pinguine, besorgte Eltern |
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Ein Kinderbuch sorgt für Unruhe an amerikanischen Schulen
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Vor sechs Jahren verliebten sich zwei Pinguine im New Yorker Central Park Zoo ineinander. Das Interessante daran: Roy und Silo waren zwei Männchen. Aber das Pärchen erwies sich schnell als unzertrennlich; als die Pfleger den beiden ein befruchtes Pinguin-Ei gaben, brüteten Roy und Silo es aus. Das kleine Küken bekam den Namen Tango.
"And Tango Makes Three" (deutsch etwa "Und mit Tango waren es drei") ist auch der Name des Kinderbuchs, das Peter Parnell und Justin Richardson nach dem Fall geschrieben haben. Aber nicht alle sind von dem viel gelobten und mehrfach ausgezeichneten Buch begeistert. In einer Schule im amerikanischen Bundesstaat Illinios möchten manche Eltern ihre Kinder nicht mit einem schwulen Pinguin-Pärchen konfrontiert sehen.
Als die fünfjährige Tochter von Lily Del Pinto "And Tango makes Three" aus der Bibliothek der Shiloh Elementary School mit nach Hause brachte, war ihre Mutter zunächst durchaus von dem Buch angetan. Dann kamen die Beiden beim Vorlesen an die Stelle, an der der Zoowärter sagt, diese beiden Pinguine verliebt sein müßten. "Dort habe ich die Geschichte beendet", meinte Del Pinto.
"Natürlich wissen wir, daß unsere Kinder irgendwann mit Homosexualität konfrontiert werden", zitiert die Nachrichtenagentur AP die besorgte Mutter. "Darum geht es nicht. Aber bitte lasst uns entscheiden, wann unsere Kinder dafür bereit sind. Bitte lasst uns unsere Kinder erziehen." Zusammen mit anderen Eltern wollte Del Pinto erreichen, daß das Buch aus der Schulbibliothek in die reguläre öffentliche Bibliothek umgeräumt wird.
Dort könnten Kinder es nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Eltern entleihen.
Jennifer Filyaw von der zuständigen Schulbehörde sieht den Fall anders: "Ich glaube, dass eine Bibliothek für die gesamte Bevölkerung da sein sollte." Deshalb müsse eine Bibliothek "verschiedene Familien in einer Gesellschaft - verschiedene Religionen, verschiedene Glaubensrichtungen" berücksichtigen. Laut Filyaw zufolge soll "And Tango Makes Three" bis auf weiteres in der Schulbibliothek bleiben.
In Savannah im US-Bundesstaat Missouri haben sich die Verantwortlichen anders entschieden. Auch dort haben zwei Eltern Bedenken über das Buch geäußert. Barbara Read, die Direktorin der Rolling Hills Consolidated Library, setzte sich daraufhin mit verschiedenen Tierparks und der zoologischen Fakultät der University of Oklahoma in Verbindung. Die bestätigten ihr, dass Adoptionen bei Pinguinen nichts Ungewöhnliches sind. Deshalb entschied Read, das Buch unter die Sachbücher einzuordnen, da es auf tatsächlichen Ereignissen beruht. Dort, so wird sie von AP zitiert, sei die Gefahr geringer, dass "And Tango Makes Three" jemanden "auf dem falschen Fuß erwischen" würde.
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News vom:
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23.11.2006 |
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Kategorie:
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Kinder- und Jugendbücher
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Quelle:
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Yahoo! News |
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Autor dieser News:
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Henning Kockerbeck |
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